Lienhart Billing hatt gesagt nach dem er des eids

erlassenn worden ist, das sich begeben hab an der

nechsten kalten kilbin vergangen, das er on gevard

gangen sye Hanns Edelman unnd Richart by ein

ander gesessen redende unnder anderm da er zu

inen genahennd, hab Richart gesagt zu Edelman

lieber was get es dich als hart an bin ich ir

etwas schuldig das will ich ir wol gebe was hab

ich doch mit dir ze schaffen. Sprech Edelman nutzit

wan man dir aber ein knecht inn das huse schickt

so mustu ir das gelt wol geben, sagt Richart

daruff es dar geschen oder nit, unnd mit solchen

(2)

unnd der glich worten stunden sy vor von einander uff

wegk zegeend. Do ging er diser zuig ouch von inen

gegen sines vaters huss da sesse sin vater vor dem

huss unnd als sye sich vo nein ander tetten sprech

Richart du unnd die dinen haben mir das

min zu dem dickenmal abgeessen [und was zwitrecht

zwuschen mir und miner frowen ist habt ir gemacht] und wan

ich nit also gern by der statt belyben ich molt mir

wol dar vor gewest sin. Da sprech Edleman ich wolt

mir nit gelugkth (?) zu dir wunschen inn denen worten

kerte sich er diser zuig gegen inen da sehe er dass

Edelman gefallen unnd Richart ob ime stund

unnd inn in huwe. Inn dem kome Edelman wider

uff unnd het ietweder sin blosse gwer das er aber

gesehen welcher an dem ersten gezugkt hab er nit gesehen

da kone dises zuigen vater unnd her griff unnd

inn solchem fiel Richart da ergriff dises zuigen

vater meister Heinrich Biling den Edelman ine

zehalten. Da kom Richart uff also liess Heinrich

Billing den Edelman da schluff er durch einen wagen

da huwe Richart einen mechtigen streich nach im

inn den wagen [gestrichener Teilsatz] und

wolt dem Edelman nach durch den wagen schlieffen

da fiel er zem herd (?) also kert sich Edelman

gegen Richarten ine ze huwen da ergriff meister

Heinrich Billilnger den Edelman unnd hielt in

bitz das man sy von einander bracht.

Jorg Wunnermacher der trugker hat gesagt nach

dem er des eydes erlassen ward das des Delmans

frow [zu im komen sye] uff den sontag fruwe als der Edelamn am

fritag darvor gehuwen was worden und bet in

disen zuigen das er wolt gen sant Alban

unnd irem man das heilig ol reichen dan sy

bsorgt er blyb nit vy leben. Also ging er gen sannt

Alban unnd sucht den lutpriester unnd kondte

in nit finden inn dem kom er inn die kuchin zu

dem koch unnd einen munch unnd fragt

(3)

sy ob sy nit wusten wa der lutpriester were unnd

tribe also vil mussiger wort inn dem kom der

Richart inn die kuchin (?) und wolt sich an tun

da zucht in diser zigen wie er der wer der

den Edelman geschlagen hett, unnd sprech der der

zuig lieber sind ir der Edelman geschlagen

hatt sprech Rchart daruff

ia er wolt mirt (?oder nurt?) gelt von mir haben von

miner frowen wegen unnd verachtet mich und

sagt nach manigfaligen worten er wolt im nit

glugks zu mir wunschen. Unnd mit den worten

gezugkt er gen mir da zugkt ich ouch, da sprech

er diser zuig er der Edelman sagt neyn und

hat das by den heiligen sacramenten behalten

so er empfangen hatt ir habt in hinder wertlig

als ir von einander gangen syent inn im ge-

howen, und im ein streich gegeben das er zu der

erden gefallen unnd als er wider uff komen

sye da hab er erst gezugkt unnd hab ein streich

besyts gefurt aber er wiss nit ob er uch troffen

hab oder nit. Da sprech Richart neyn er hat

mich nit getroffen er der Edelman schloff durch

einen wagen, do welt ich im nach eylen da

stiess ich mir den schaden so ich hab an

dem wagen unnd hab mir das selbs getan

unnd wan meister Heinrich Billing nit gewest

wer ich wolt in erstochen haben.

Meister Heinrich Billinger der retten hat gesagt wie die andern

es hab sich begeben uff einen ungeneclichen fritag

das Richart unnd Edelman vor Richarts schmiden

gesessen unnd er diser zuig vor sinem huss ouch so

stunden wegen inn do weg das er nit zu inen

sehen mocht da het die zwen mit einander gewörtelt

under andem het Edelman an Richarten gelt gefordert

von sinen mummen wegen da het Richart gesagt

(4)

ich wolt das du min mussig gingst ich will dir nut

geben, het Edelman gesagt wiltu aber einen amptman

gelt geben wan wir dir denselben zu hus schicken

het Richart gesagt ich will im ouch nützit geben

unnd wolt das ir min mussig gingt unnd wan

ch nit also gern zu Basel wer ich wolt dir langts

einen schlappen gesetzt haben das du min mussig

gingst unnd mit den worten kemen sy sich von

einander, da tröwet der Richart Edelman inn den

worten kert sich der Edelman wider zu Richarten sprech

ende ich wolt mir nit glugks zu dir wunschen

und kert sich von im zegeen, do zugkt Richart von

leder unnd huwe zu Edelman das er fiel unnd

hie hert ein streich uff den andern bitz das die

lut darzwüschen kemen da luff Richart

gegen dises zuigen huss da fing inn diser zuig

Richarten inn die arm und but im der stett

friden unnd hielt in also bitz das man sy

stillet.